porsche Geld zurück nach EuGH und BGH-Urteilen LV-Widerruf Abgasskandal Dieselskandal

Porsche

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Der Abgasskandal ist seit 2015 in aller Munde. Dennoch wird eher selten schwerpunktmäßig von einem Porsche Abgasskandal die Rede sein, sondern vielmehr der Mutter-Konzern VW im Vordergrund stehen. Porsche stellt seine Diesel-Motoren nicht selbst her, sondern baut Motoren ein die von Audi hergestellt werden. So berief sich die Porsche AG anfangs primär darauf, die in ihren Fahrzeugen befindlichen, manipulierten Dieselmotoren nicht hergestellt zu haben. Porsche war der Ansicht deshalb nicht auf Schadensersatz zu haften. Diese Argumentation hielt nicht lange stand, so dass auch bald der Porsche Abgasskandal als solcher Gestalt annahm. Seit 2020 sind zudem auch Porsche Benziner in den Fokus gerückt. Auch bei diesen soll manipuliert worden sein.

Folgende Modelle sind von Abgasskandal betroffen:

  • Porsche Cayenne
  • Porsche Macan
  • Porsche Panamera

Betroffene Motoren:

  • EA 897
  • EA 898

Hier finden Sie die bisherigen verpflichtenden Rückrufe im Porsche Abgasskandal noch einmal im Überblick:

  • Porsche Cayenne 3,0 Liter V6 Euro 6 (EA897), Baujahr 2014-2017, veröff. Januar 2018, Rückruf-Code AH09
  • Porsche Cayenne 4,2 Liter V8 Euro 5 (EA897), Baujahr 2013-2018, veröff. März 2020, Rückruf-Code ALA1
  • Porsche Cayenne 4,2 Liter V8 Euro 6 (EA898), Baujahr 2014-2018, veröff. Anfang 2018, noch nicht in der KBA Rückrufdatenbank, aber von Porsche bestätigt
  • Porsche Macan 3,0 Liter V6 Euro 6 (EA897), Baujahr 2014-2018, veröff. November 2018, Rückruf-Code AJ07
  • Porsche Panamera 4,0 Liter Euro 6 (EA898), Baujahr 2016-2017, veröff. November 2019, Rückruf-Code AKB0

Der Porsche Abgasskandal im Überblick:

September 2015:

Audi muss Ende 2015 zugeben, das bei den 3,0 Liter-Motoren eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut wurde. Damit wird auch Porsche automatisch in den Abgasskandal hineingezogen, da diese 3,0 Liter-Motoren in allen Porsche Diesel Modellen verbaut wurden.

Herbst 2016:

Die Spekulationen, auch die VW-Tochter Porsche sei vom Dieselskandal betroffen, bestätigen sich schnell. Auch Porsche soll durch den Einbau dieser Motoren in seine Diesel-Fahrzeuge unzulässige Abschalteinrichtungen verwenden, so dass die Stickstoffoxid-Werte außerhalb des Prüfstandes die nach den Schadstoffnormen zulässigen Werte um ein Vielfaches überschreiten.

Sommer 2017:

Im Sommer 2017 nimmt die Staatsanwaltschaft Stuttgart Ermittlungen gegen Mitarbeiter von Porsche wegen Betrugs und strafbarer Werbung auf. Es gibt fortlaufende Durchsuchungen bei Porsche. Porsche beruft sich weiterhin darauf, lediglich mit betroffenen Motoren von Audi beliefert worden zu sein.

Herbst 2017:

Im Herbst 2017 meldet die Porsche AG selbst dem KBA die Verwendung einer Abschalteinrichtung im Porsche Cayenne.

Anfang 2018:

Daraufhin erfolgt Anfang 2018 ein verpflichtender Rückruf des Porsche Cayenne für rund 7.000 in Deutschland zugelassene Autos. Weiterhin spricht der damalige Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ein Zulassungsverbot für Neufahrzeuge des betroffenen Porsche-Modells aus, welches ganze drei Monate anhält. Kurz darauf kündigt das KBA auch den Rückruf weiterer Modelle des Porsche Cayenne an. Im April 2018 werden im Rahmen des VW-Abgasskandals erneut Durchsuchungen bei Porsche durchgeführt. Insgesamt zehn Objekte in Baden-Württemberg und Bayern werden bei der Razzia durchsucht. In diesem Zusammhang weist die Staatsanwaltschaft Stuttgart darauf hin, dass sich die Ermitlungen gegen drei Personen richten – einen ehemaligen Mitarbeiter, ein Mitglied des Vorstands und ein Mitglied des höheren Managements.

Oktober 2018:

Im Oktober 2018 verliert Porsche sein erstes Verfahren vor dem Landgericht Stuttgart und wird verpflichtet dem Geschädigten Schadensersatz zu zahlen (Az. 6 O 175/17).

Mai 2019:

Im Mai 2019 wird die Porsche AG in einem Bußgeldverfahren des Landgerichts Stuttgart rechtskräftig dazu verurteilt, eine Strafe in Höhe von 535 Millionen Euro an das Land Baden-Württemberg zu zahlen, da das Einbauen von Motoren der Audi AG in eigene Fahrzeugmodelle ohne vorherige Überprüfung einen schweren Verstoß gegen Aufsichtspflichten darstelle (Az. 6 O 175/17). Die Schwierigkeiten, denen sich Porsche ausgesetzt sieht vermehren sich. Nach weiteren Razzien im Stuttgarter Unternehmen verdichten sich auch die Verdachtsmomente hinsichtlich mehrerer Bestechungsvorwürfe an der Porsche-Führungsspitze

2020:

Die Zahl der betroffenen Modelle erhöht sich stetig. Bis Ende 2019 waren lediglich Porsche-Modelle mit der Abgasnorm Euro 6 betroffen. Im März 2020 werden dann auch solche mit der Abgasnorm Euro 5 durch das KBA zurückgerufen. Betroffen sind inzwischen alle Dieselmodelle von Porsche, der Cayenne, der Macan und auch der Panamera.

Inzwischen hat Porsche insgesamt davon abgesehen Diesel-Neufahrzeuge zu verkaufen.

Hierbei verweisen sie immer wieder darauf, dies habe nichts mit dem Abgasskandal zu tun.