VW Geld zurück nach EuGH und BGH-Urteilen LV-Widerruf Abgasskandal Dieselskandal

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Der sogenannte EA 189 war der erste Motor dem eine Betrugssoftware im Abgasskandal nachgewiesen wurde. Eine kleine Universität in den USA wollte im Rahmen einer Studie eigentlich nur beweisen wie sauber die heutige Dieseltechnologie geworden sei. Das Ergebnis erschüttert bis zum heutigen Tage die Automobilindustrie und deren Verbraucher gleichermaßen. Die Folgen rund um den VW Abgasskandal kann man nicht mit ein paar Sätzen erklären.  Auch die Schicksale der Autokäufer dürfen hier nicht zu kurz kommen. Der VW Abgasskandal kann auch als Auslöser für das Diesel Fahrverbot in deutschen Städten betrachtet werden, worunter auch Diesel Fahrer anderer Automarken durch einen extremen Wertverfall ihres Autos leiden.

Diese Fahrzeuge sind vom Abgasskandal bei VW betroffen:

Marke:  VW

Modelle:  u.a. Golf, Polo, Passat, Tiguan, Jetta, Scirocco, Beetle, Eos, Sharan, Touareg, Caddy, Amarok, Arteon, T-Roc, Crafter, T5, T6

Euro-Norm:  Euro 4, 5, 6

Motoren:  EA 189, EA 288

Hubraum:  1,2, 1,4, 1,6, 2,0 Liter

So funktioniert die Manipulation von Volkswagen im Abgasskandal:

Der Motor Ihres manipulierten Autos wird über eine Software gesteuert. Wenn das Fahrzeug auf den Prüfstand fährt, kann die Software das erkennen. Die Software schaltet dann automatisch auf einen Prüfmodus um. In diesem Modus wird die Aufbereitung der Abgase optimiert und es entstehen weniger Stickoxide. Ihr Fahrzeug wird problemlos die Euro5 oder Euro 6 Abgasnorm bestehen. Verlässt das Auto den Prüfstand, schaltet sich diese Abgaskontrolle wieder ab. Das führt zu Abgasmengen, die um ein Vielfaches höher liegen, als der Grenzwert es erlaubt.

Volkswagen nutzt im Abgasskandal auch das Thermofenster

Das Thermofenster ist eine im Auto aufgespielte Software, die anhand der Außentemperatur die Abgasreinigung beeinflusst. So ist zum Beispiel technisch geregelt, dass bei einigen Dieselfahrzeugen die Abgasreinigung nur bei Temperaturen zwischen 15 °C und 30 °C funktioniert. Außerhalb dieses Temperaturfensters wird die Abgasreinigung gedrosselt oder sogar ganz abgeschaltet. In Deutschland liegt die Durchschnittstemperatur nur maximal drei Monate im Jahr innerhalb der vom Thermofenster genutzten 15 °C – 30 °C. Das bedeutet Ihr PKW wird circa 80% des Jahres also viel mehr Stickoxidemissionen auswerfen.

Die Historie des VW Abgasskandals:

2014: Studie misst erhöhte Abgaswerte

Laut einer Studie der Universität in West Virginia und des Forschungsinstituts International Council on Clean Transportation (ICCT) sind Emissionswerte einiger VW-Modelle bis zu 40 mal höher als erlaubt. VW nennt technische Probleme als Grund für die Abweichungen und ruft einige Modelle für Software-Updates zurück.

Oktober 2015:

Gegen VW werden Ermittlungen eingeleitet. Währen die Generalstaatsanwaltschaft New York und das US-Justizministerium Ermittlungen in der Abgasaffäre ankündigen, verliert die Volkswagen-Aktie innerhalb weniger Stunden fast 20 Prozent ihres Wertes.

Winterkorn tritt zurück, obwohl er sich „keines Fehlverhaltens“ bewusst sei. Sein Nachfolger wird der Porsche-Chef Matthias Müller.

Oktober 2016:

Milliardenschwerer Vergleich. Das zuständige Bundesbezirksgericht in San Francisco hat den Vergleich des Konzerns mit VW-Besitzern endgültig genehmigt. Der Vergleich verpflichtet Volkswagen zur Zahlung von 16,5 Milliarden Dollar. Etwa 10 Milliarden Dollar davon werden für den Rückkauf von 500.000 Fahrzeugen mit Zwei-Liter-Motoren eingesetzt.

Januar 2017:

Der Volkswagen-Manager Oliver Schmidt wird in Florida verhaftet und muss mit einer langen Haftstrafe rechnen. Er wird beschuldigt, vor dem Auffliegen des Skandals gegenüber den US-Umweltbehörden Falschaussagen gemacht zu haben.

April 2017:

Einigung auf einen Vergleich mit dem US-Justizministerium, der eine weitere Geldstrafe in Höhe von 4,3 Milliarden Dollar impliziert. Voraussetzung für den Vergleich ist, dass sich der VW-Konzern in drei Anklagepunkten für schuldig bekennt. Diese sind: Verschwörung zum Betrug, Behinderung der Justiz und der Verkauf von Waren unter falschen Angaben.

Dezember 2017:

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat bundesweit damit begonnen, Halter vom Diesel-Skandal betroffenen VW-Fahrzeugen, die noch kein Software-Update haben, zu einer Umrüstung zu zwingen. Nach Recherchen von NDR, WDR und “Süddeutscher Zeitung” wurden bislang etwa 90 Autobesitzer aufgefordert, ihre PKW binnen vier Wochen umrüsten zu lassen – andernfalls würden die Autos stillgelegt.

  1. November 2018

Verbraucherschützer haben in der Dieselaffäre die bundesweit erste Musterfeststellungsklage auf den Weg gebracht. Stellvertretend für vermutlich Zehntausende Dieselfahrer ziehen sie gegen Volkswagen vor Gericht.

  1. Januar 2019

Mittlerweile haben sich mehr als 470.000 VW-Kunden der Musterfeststellungsklage gegen den Wolfsburger Autobauer angeschlossen. Stellvertretend für die vom Abgasskandal betroffenen VW-Kunden ziehen der Verbraucherzentrale Bundesverband und der ADAC vor Gericht. Ziel der Klage ist es, dass den Betroffenen Schadenersatz zugesprochen wird.

  1. April 2019

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig erhebt Anklage gegen den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn. Neben dem früheren Vorstandsvorsitzenden sind zudem vier weitere Führungskräfte angeklagt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt.

  1. Dezember 2019

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig durchsucht Geschäftsräume von Volkswagen in Wolfsburg. Die Maßnahme hänge mit Ermittlungen gegen Einzelbeschuldigte zusammen und beziehe sich auf Dieselfahrzeuge mit Motoren des Typs EA 288, so VW.

  1. Mai 2020

Erstmals befasst sich der Bundesgerichtshof (BGH) mit dem Diesel-Skandal. Die obersten Richter zeigten sich in einer vorläufigen Einschätzung skeptisch gegenüber der Darstellung von Volkswagen, dass Diesel-Besitzern durch die unzulässige Abschalteinrichtung in ihren Fahrzeugen kein Schaden entstanden sei.

  1. Mai 2020

Der BGH hat entschieden: Käufer manipulierter VW mit dem Motor EA 189 haben Anspruch auf Schadensersatz. Gefahrene Kilometer müssen aber angerechnet werden.